Die Entscheidung ist auf der JHV von IDEA e.V. gefallen: In diesem Jahr werden wir mit unserer Spendenaktion die Sanierung der Chormalereien und St. Ulrich in Kindelbrück (Thüringen)  unterstützen. Näheres hierzu weiter unten.

 

Der Termin für die Busfahrt zu Kirchen der Umgebung steht auch schon fest: Am Samstag, dem 05. September werden wir uns Kirchen im "Hinterland" anschauen.

 

Kurzbeschreibung

 

Die evangelische Kirche St. Ulrich prägt als architektonischer Mittelpunkt das Stadtbild von Kindelbrück. Der heute einschiffige Bau mit seinem markanten polygonalen Chor und dem nördlich vorgelagerten Turm entwickelte sich über mehrere Jahrhunderte hinweg. Erste Bauphasen lassen sich bis in die Zeit um 1440 zurückverfolgen, wobei ältere Bauteile in den

Neubau einbezogen wurden. Trotz des Stadtbrandes von 1761, der die Kirche schwer beschädigte, blieb der mittelalterliche Kern im Wesentlichen erhalten. Beim Wiederaufbau zwischen 1782 und 1784 wurde das Kirchenschiff deutlich erhöht und nach Norden erweitert. Der gesamte Bau besteht aus sorgfältig behauenen Travertinquadern, die ihm bis heute eine eindrucksvolle äußere Geschlossenheit verleihen. Am Chor zeugen kräftige Strebepfeiler und hohe dreibahnige Maßwerkfenster von der spätgotischen Formensprache. Die große Sakristei an der Nordseite dürfte noch einem Vorgängerbau entstammen; ihr rundbogiges Portal von 1561 schneidet malerisch in ein älteres gotisches Fenster ein. Der nördliche Turm wurde 1501 begonnen und 1522 vollendet, sein heutiger Abschluss stammt jedoch wahrscheinlich aus dem späten 18. Jahrhundert.

Im Inneren zeigen sich weitere Spuren der frühen Baugeschichte: Die verbaute Chornordwand mit ihren zwei Lanzettfenstern gehört vermutlich einem frühgotischen Vorgängerbau an. Chor, Sakristei und Turmraum sind kreuzrippen- bzw. kreuzgratgewölbt. Eine fein ausgearbeitete Sakraments- nische schmückt die Nordostwand des Chors. Die Ausstattung stammt vollständig aus der Zeit nach dem Stadtbrand. Besonders prägend sind die dreiseitige, zweigeschossige Empore, die Kanzel am Triumphbogen, der sechseckige Taufstein sowie der 1784 entstandene Altaraufbau mit Marien- bild. Zwei Glocken aus dem Jahr 1762, gegossen von Johann Georg Ulrich, schließen das historische Ensemble eindrucksvoll ab.

 

Maßnahme : Sanierung Chorraum

 

Die Sanierung des Chorraums knüpft an die in den vergangenen Jahren begonnenen Arbeiten an. Nachdem 2020 auf der Südseite eine Musterachse als verbindlicher Maßstab für Materialität und Wirkung angelegt wurde, sollen die gewonnenen Erkenntnisse nun auf den gesamten Chorraum

übertragen werden. Nach der bereits erfolgten Instandsetzung der Chorraumfenster konzentriert sich die aktuelle Maßnahme vollständig auf die Innenraumhülle. Geplant ist eine umfassende Behandlung von Wänden und Gewölben: geschädigte Putzflächen werden entfernt, Mauerwerk und Fugen gereinigt und Risse sorgfältig gefüllt. Lockere Bereiche werden hinterfüllt, einzelne Zonen durch punktuelle Vernadelungen stabilisiert. Werksteinfugen

an Gewölberippen und architektonischen Gliederungen werden erneuert, bevor restauratorische Formergänzungen beschädigte Strukturen wieder klar ablesbar machen. Abschließend folgt ein zweilagiger Kalkputz, eine Egalisierung der Oberflächen sowie ein Kalkfarbenanstrich. Ornamentale Fassungen werden gesichert und retuschiert, der Triumphbogen ebenfalls überarbeitet.

Förderprojekt 2026
Exposé_TH_St. Ulrich_P-40637.pdf
Adobe Acrobat Dokument 846.4 KB

"Initiative im Denkmalschutz

engagierter Ärzte

und Apotheker e.V."

 

IDEA e.V.

Dr. Focko Weberling

Dahlienweg 9

35633 Lahnau

[email protected]
Fax: 06441/64914

 

Bankverbindung:

 

Volksbank Heuchelheim IBAN: DE09 5136 1021 0000 7017 93

BIC:  GENODE51HHE